Blockchain – Was ist das eigentlich?

Hinter dem Begriff „Blockchain“ steht die Idee, eine dezentralisierte und sichere Transaktionsdatenbank zu entwickeln, bei der keine Intermediäre verwendet werden müssen. Die Blockchain ist eine Kette von Transaktionen bzw. Informationen, die innerhalb einzelner „Blöcke“ gespeichert werden. Es handelt sich also um eine Art digitales Register bzw. Archiv. Die Blockchain selbst wird dezentralisiert auf mehreren Rechnern verteilt gespeichert und ist komplett transparent.

Die Transaktionen bzw. die Informationen, die in den einzelnen Blöcken der Blockchain gespeichert werden, sind fälschungssicher. Dies wird dadurch ermöglicht, dass jedes Mal, wenn ein neuer Block erstellt wird, eine Checksumme der vorherigen Blocks berechnet wird und im neuen Block gespeichert wird. Dieser dezentrale Konsensmechanismus erschwert eine Manipulation erheblich bzw. macht diese nahezu unmöglich und ersetzt eine dritte Instanz zur Bestätigung der Integrität von Transaktionen.

Dies ermöglich vielfältige Anwendungsszenarien – Kryptowährungen sind aktuell das bekannteste Beispiel, aber auch der Kauf und Verkauf von Aktien sowie Verträge, die Eigentumsverhältnisse definieren, wie z.B. den Besitz von von PKW oder Immobilien. Dies wird unter dem Begriff „Smart Contracts“ subsummiert. Hierbei handelt es sich vereinfacht gesagt um Code, welcher mit weiteren Informationen in den Blöcken zusätzlich abgespeichert und dann unter bestimmten Bedingungen bzw. wenn ein bestimmtes Ereignis eintritt ausgeführt wird. Im Falle einer Zahlung für einen PKW beispielsweise kann automatisch auch das Eigentumsverhältnis angepasst und in der Blockchain abgespeichert werden.

Langfristig gesehen hat Blockchain das Potenzial, zu einer der Technologien zu werden, von denen man in Retrospektive sagen wird, dass sie verschiedene Märkte am stärksten beeinflusst und verändert hat.

 

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Marco Schierhorn

Managing Partner Marketing Technology

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